Informationen

Charlottensee- „Weilenberger Hof III“ Neubaugebiet

Die Bebauung des wertvollen Naherholungsgebietes am Charlottensee darf nicht gedankenlos durchgezogen werden. Wir Bürger kennen den sozialen, klimatischen und ökologischen Wert dieses Naturschutzgebietes und rufen daher zum Nachdenken und Abwägen von Alternativen auf.

Wenn die Natur bleiben soll, brauchen wir den Bürgerentscheid

Diese Seite ist als Informationsplattform gedacht. Denn nur auf Grundlage von Sachkenntnis, aktuellen Informationen und konstruktivem Meinungsaustausch kann unsere Stadt auch erfolgreich von den Bürgern mitgestaltet werden.

Der Bürgerbegehren /Entscheid richtet sich an alle Bürger ab 16 Jahren der Stadt Uhingen, und ihre Stadtteile.

Das Ziel des Bürgerbegehrens ist ein Volksentscheid.

Bürgerbegehren und Bürgerentscheid

Wir werden in den nächsten Tagen auf SIE, als Bürger zukommen.

Auch wenn Sie uns im Stadtgebiet oder im Naherholungsgebiet Unterschriften sammeln sehen, sprechen Sie uns bitte an. Wir sind auf jegliche Unterstützung angewiesen.

Auch die Besucher von außerhalb, können auf einer separaten Liste unterschreiben.

Diese Unterschriften dienen dann zwar nicht dem Bürgerbegehren, sind dennoch ein wichtiger Teil des Ganzen.

Bitte unterstützen Sie uns mit ihrer Unterschrift zum

ERHALT DES NAHERHOLUNGSGEBIETES

Gelebte Demokratie ist unser Ziel

Wer wir sind

Die Bürgerinitiative wurde von Ulrike Höflinger und Konrad Bauerle ins Leben gerufen. Es gibt eine Planungsgruppe mit 8 Personen.


Wir möchten das Beste für unsere Stadt.

Wir sind uns als Bürger von Uhingen bewusst darüber was für einen hohen sozialen, klimatischen und biologischen Wert die Fläche „Weilenberger Hof III“ für die Lebensqualität hat.

Unsere Bürgerrechte in einer Demokratie hängen ganz eng mit unseren Bürgerpflichten zusammen. So ist es einerseits ein Vorrecht, mit abstimmen zu dürfen. Andererseits aber auch die Pflicht, sich umfassend und kontrovers zu informieren. Dabei möchte Sie die Internetseite der Bürgerinitiative unterstützen.

Natürlich sind die Beiträge aus der Sicht der Befürworter geschrieben.

Wir sind nicht gegen eine Stadtentwicklung, jedoch sollte diese mit einer vernünftigen Größe gestaltet sein. Auch sind Wir für eine gesunde Stadtentwicklung, jedoch sollte diese dann in einem gesunden Maße erfolgen, und für alle Bürger verträglich sein.

Die Stadt ist mit der Verwirklichung der beiden ersten Bauabschnitte Weilenberger Hof I und II mit ca. 580 Einwohnern gegenüber dem Verband Region Stuttgart bereits in Vorleistung getreten. Nun muss der Gemeinderat im Hinblick auf seine Fürsorgepflicht für nachfolgende Generationen dafür Sorge tragen, dass dieses überregional bedeutsame und stadtnahe Erholungsgebiet erhalten bleibt.

Alternativlos?

Die Stadtverwaltung behauptet, die Bebauung von „Weilenberger Hof III“ sei alternativlos. Genau diese große Fläche mit 8 Hektar gutem Ackerland (siehe graphische Darstelllung im Stadtentwicklungskonzept - mein Uhingen 2030 / Seiten 59 und 109) müsste bebaut werden, damit dem Wachstum und dem Regionalplan Genüge getan sei.

Dies stellt eine künstliche Zuspitzung des Konflikts dar. Denn es gibt alternative Konzepte anstatt einfach einen neuen Stadtteil aus dem Boden zu stampfen, auch wenn das wahrscheinlich die spektakulärste und einfachste Umsetzung wäre.

Der Mensch

Da das Areal sehr gut an das Fuß- und Radwegenetz angebunden ist, ist es auch außerhalb der Stoßzeiten bei Joggern, Inlineskatern und Radfahrern sehr beliebt. Auf den Bänken entlang den ausgewiesenen Wanderwegen nehmen sich viele Spaziergänger etwas Zeit, um die Natur zu genießen - bei schönem Wetter sind hier oft alle Bänke besetzt. Gerade ältere Bürger schätzen die vielen Sitzgelegenheiten, denn für viele Menschen mit eingeschränktem Radius ist „Weilenberger Hof III“ die einzige naturnahe Fläche, die für sie gut erreichbar ist.

Die direkte Anbindung an den Landschaftspark Schloss Filseck, der so groß unterstützt wird, verliert völlig an Bedeutung. Auch von der Seite des Charlottensees wäre keine freie Sicht mehr möglich. Eine 3 - 4 geschossige Bebauung am Waldrand ist nicht akzeptabel, unabhängig davon, ob ein Abstand von 40 oder 80 Metern zum Wald eingehalten wird. Bei der Höhe der Gebäude ist dieser Abstand irrelevant.

Folgendes Bild ist rein fiktiv, zeigt jedoch visuell, wie sich die Landschaft verändert.

Bürgerumfrage der Stadt Uhingen

im Rahmen des Stadtentwicklungskonzepts 2030. Die Broschüre Uhingen 2030 - Stadtentwicklungskonzept – ist bei der Stadtverwaltung erhältlich bzw. einsehbar.

In der großangelegten Umfrage in der Bevölkerung Uhingens wurde explizit gefragt, was ihr im Hinblick auf eine gesunde Stadtentwicklung am Herzen liege.

In der Gesamtliste aller Bürgervorschläge werden genannt:

  • Naherholungsgebiete erhalten, Charlottensee- Filseck als Naturdenkmal erhalten und aufwerten. Luftschneissen erhalten.
  • Marketing der Sehenswürdigkeiten verbessern- zum Beispiel Wege zum Schloss Filseck markieren und optisch aufwerten.
  • Eindeutiges Votum (88%) der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Uhingen zugunsten des Umweltschutzes (siehe Stadtentwicklungskonzept Seite 42, Bild 67)

Auf folgendem Bild würde eine Brücke für die Überquerung des Dobelbachs entstehen um in das Neubaugebiet zu gelangen, die sicher nicht in ein Naherholungsgebiet passt.

In Zeiten von Burn Out, Überforderung und Reizüberflutung sind solche Gebiete der Naherholung wichtiger denn je.

Die geplante Bebauung ist ein großer Einschnitt in die Natur, und eine Beschneidung der Freiheit der Uhinger Bürger.

Das Bild des Naherholungsgebietes wird zerstört.

Ein Wohngebiet in dieser Dimension, ist für die Stadt, sowohl finanziell, als auch im Hinblick auf die Stadtentwicklung ein lukratives Projekt. Jedoch sollten die Bedürfnisse der Bürger, die schon hier wohnen und befragt wurden, ernst genommen und berücksichtigt werden.

Wer, bitte schön, läuft durch ein 600 Einwohner großes Wohngebiet, um sich zu erholen?

Dieser Blick ............ AUF IMMER VERLOREN!

Verkehrsbelastung

Über die große Dimension des „Weilenberger Hof III“, war sich keiner bewusst. Auch die statistische Auflösung des Verkehrsaufkommens, das durch weitere 600 Neubürger entstehen kann, ist nicht korrekt dargestellt worden. Messungen von einem Tag, stellvertretend für das permanente künftige Verkehrsaufkommen, entbehren jeglicher realen Grundlage und Aussagekraft.

Bedeutung für das Klima

Das geplante Gebiet „Weilenberger Hof III“ leitet besonders im Sommer frische kalte Luft von den Hügeln über die Felder ins Tal. Dies spürt man bei einem Morgen- oder Abendspaziergang im Herbst, wenn sich der Nebel über die Wiesen legt.

Die von der Gemeinde festgestellte Bebauungsplanfläche von ca. 80 000 m² ist eine Kaltluftproduktionsfläche. Auf dieser Fläche werden laut Klimaatlas des Verbandes Region Stuttgart 10-15 m³ Kaltluft pro Sekunde und Quadratmeter produziert.

Diese Kaltluftproduktionsfläche ist somit für das Stadtzentrum von Uhingen, wohin diese Kaltluft abfließt, insbesondere im Hochsommer unverzichtbar. Hier fließt an heißen Tagen Kaltluft ins Tal und sorgt somit für eine Frischluftzufuhr für das gesamte Stadtzentrum.

Nachzulesen im Internet unter webgis.region-Stuttgart.org/web/kaltluft

Die bereits bestehende Bebauung des Weilenberger Hof I und II hat schon eine Veränderung und Reduzierung des Kaltluftstroms in Uhingen bewirkt. Eine weitere negative und unumkehrbare Änderung des Klimas in der Stadt würde durch die Versiegelung (durch Bebauung) dieser enormen Fläche entstehen. Es würde nicht nur Verdunstungsfläche fehlen, sondern auch die Lufttemperatur würde in den Sommermonaten erheblich ansteigen.

Soll mit der Bebauung von Weilenberger Hof III ein grober klimatischer Fehler begangen werden? Wie wir alle wissen, sind die Kaltluftströme kostbar. Wir fordern daher im Interesse der ganzen Stadt, dass die benötigten Wohnungen auf anderen Flächen gebaut werden.

Zur Luftströmung und den atmungsaktiven Flächen liegt immer noch kein aktuelles Umweltgutachten vor!

Hochwasserschutz

Auch eine so große versiegelte Fläche, die durch die Anwohner dann noch Abwasser verursacht, muss eine sehr gute Entwässerung vorweisen.

Durch den Klimawandel ist zu erwarten, dass zukünftig immer größere Wassermassen in Form von Dauer- und Starkregen auf uns zukommen.

Einen weiteren Aspekt stellt die Pufferung des fallenden Regens auf Ackerfläche dar, denn auf einer versiegelten Fläche von 476 000 m² (laut Bebauungsplan) schießt bei einem Starkregenereignis enorm viel Regenwasser in die Kanalisation, wenn dann die Entwässerung an ihre Grenzen stößt, fließen Wasserströme direkt nach Uhingen Mitte.

Überschlägige Eingriffsprognose: Für das Gebiet ist durch die Wohnbaunutzung mit einem Überbauungsrad von ca. 60% zu rechnen. Hierdurch werden insbesondere die Schutzgüter Arten/Biotope sowie Boden belastet. Aber auch die Eingriffe in das Klima und Landschaftsbild sind, je nach planerischer Ausgestaltung, nicht unerheblich.

Hinsichtlich des (Teil-) Schutzgutes Oberflächengewässer ist die geplante Überfahrt über den Tobelbach relevant. Hierfür wird ein zusätzliches Wasserrechtsverfahren durchgeführt. Das Grundwasser betreffend sind nur geringe Beeinträchtigungen zu erwarten, sofern das gespannte Grundwasser nicht angeschnitten wird.
Bebauungsplan "Weilenberger Hof III“ in Uhingen, Zwischenbetrachtung zum Umweltbericht Seite 9:
Das Grundwasser wird angeschnitten werden!

Zum Hochwasserschutz liegt immer noch kein aktuelles Umweltgutachten vor!

Landwirtschaftliche Bedeutung

Die Ackerflächen sind wichtig für die noch tätigen Landwirte. Das zur Bebauung vorgesehene Ackerland ist mit 35-60 Bodenpunkten als eines der besten Böden im ganzen Landkreis Göppingen zu bezeichnen. Es ist somit für die örtliche Landwirtschaft als Produktionsfläche für regionale Lebensmittelprodukte unverzichtbar.

Biologische Bedeutung

Die Fläche auf der das Baugebiet geplant ist, stellt ein unabdingbares Bindeglied zwischen dem im Waldschutzgebiet gelegenen Charlottensee (Naturdenkmal/Vogelschutzgebiet) und der offenen Ackerfläche dar, um einen Austausch der verschiedenen Naturräume gewährleisten zu können.

Da das gesamte Baugebiet von Schutzgebieten umgeben ist, kann es nicht als "weiße Fläche" betrachtet werden. Die noch verbleibende Natur lässt sich nicht durch Grundstücksgrenzen einsperren!

Biotop und Artenschutz

Das oberhalb des geplanten Baugebietes liegende Waldstück ist ein bedeutendes Vogelschutzgebiet: u.a. Grünspecht (Picus Viridis), Pirol (Oriolus oriolus), und viele weitere, z.T. seltene Vogelarten.

Das unterhalb des Waldstücks und dem geplanten Baugebiet liegende Gebiet, der Eulenhofweg sowie dessen Umgebung, sind Lebensraum für zahlreiche, z.T. bedrohte und ausnahmslos streng geschützte Tierarten: Zauneidechse (Lacerta agilis), Blindschleiche (Anguis fragilis), Feuersalamander (Salamandra salamandra terrestris), Grasfrosch (Rana temporaria) und Erdkröte (Bufo bufo), um nur einige an dieser Stelle zu nennen.

Zauneidechse (Lacerta agilis), Blindschleiche (Anguis fragilis), Feuersalamander (Salamandra salamandra terrestris), Grasfrosch (Rana temporaria) und Erdkröte (Bufo bufo), um nur einige an dieser Stelle zu nennen.

Für den Grasfrosch und die Erdkröte würde das Überbauen der Ackerfläche den totalen Verlust des Laichwanderweges zwischen ihrem sommerlichen Lebensraum und ihrem Laichplatz am Charlottensee bedeuten.

Die Erhaltung der letzten Lebensräume für die heimischen Tier- und Pflanzenarten ist uns ein wichtiges Anliegen. Auch unsere nachfolgenden Generationen sollen die Natur und Tierwelt noch erfahren und erleben können.

Die technokratische Behauptung der Stadtverwaltung, der Wegfall der Ackerflächen bei Bebauung ließe sich durch geplante Ausgleichsmaßnahmen für die Tier- und Pflanzenwelt "in Grenzen halten", entbehrt jeglichem ökologischen Grundwissen über Natur und Tierwelt.

Wir sind überzeugt von dem was wir tun

Für Fragen oder mehr Informationen senden Sie einfach eine Mail an oder rufen Sie an unter 07161-3890101